Hot, Hotter, Hoisdorf
Die erste Doppel-SRA – na klar sind wir dabei! :) So richtig überraschen wird das wohl niemanden. Es war ein bisschen wie das Wiedersehen vom letzten Wochenende auf der Clubschau, denn ein großer Teil der Tollerteilnehmer waren die Gleichen. Entsprechend entspannte Tage mit interessanten Gesprächsthemen waren es. Einzig das Wetter meinte es etwas zuuuuuu gut mit uns. An beiden Tagen schien rund um die Uhr die Sonne. Zum Glück hatten wir ausreichend Schatten dank unserer Zelte und Pavillons. Ach und bevor ich es vergesse, es gab das beste Catering, das wir bisher auf einer SRA hatten. Besonders die Kuchenauswahl, was sag ich Tortenauswahl, war der Hammer. Vielen dank für die Organisation und das Engagement.

Tag 1
Damit wir relaxt in den Tag starten konnten, waren wir bereits am Vorabend angereist. Stephan konnte kurzfristig für einen schmalen Taler ein Zimmer im Park Hotel Ahrensburg ergattern. Wir kamen uns vor wie auf einer Zeitreise in die 80er, wo das Vier-Sterne-Hotel wahrscheinlich spitzenklasse war. Ich will mich auch überhaupt nicht beschweren aber es hatte diesen alten Charme. Gut, klimatisiertes Hotel bedeutet also nicht zwingend Klimaanlage im Zimmer, sondern in diesem Falle nur im Empfangs- und Restaurantbereich. Da wir jedoch ein sehr schattig gelegenes Zimmer hatten, war das kein Problem für uns. Dafür war es das bisher hundefreundlichste Hotel, in dem wir je waren. Auf dem Zimmer gab es einen Wasser-/Fressnapf und ein Leckerchen für Edison. Und zum Frühstück durfte er auch mit. Spitze! :)
Nach dem reichhaltigen Frühstück ging es binnen zwölf Minuten zur Windhundrennbahn in Hoisdorf, wo uns bereits ein Plätzchen für unser Zelt direkt an unserem Ring von Birgit und Johannes freigehalten wurde. Hier wurden heute wie so häufig alle Varietäten gerichtet, ergänzt durch die Jüngstenklassen der Golden. Die Toller waren als letztes an der Reihe. Da die Meldezahlen bei Chessies und Curlies aber überschaubar waren, bedeutete das keine lange Wartezeit. Im Grunde finde ich das ganz optimal, denn dann hat man so genügend Zeit um anzukommen und muss gleichzeitig nicht bei der größten Hitze in den Ring.
Dort gaben Edison und Stephan gegen 11.00 Uhr ihr Bestes. Gangwerkprobe, Abtasten und präsentierendes Stehen – alles unter den wohlwollenden Augen von Richterin Kati Heiskanen aus Finnland.













Wohoo! Edison gewinnt seine Klasse mit einem V1, wird bester Rüde und erhält am Ende den Titel Best of Breed. Bis zum Ehrenring hatten wir jetzt einige Zeit, die wir entspannt im Schatten verbrachten. Wobei im Schatten bestimmt immer noch 24°C waren. Netterweise lieh uns Birgit zwischendurch die Kühlweste von Bucci, so dass Edison zusätzliche Kühlung bekam. Tausend dank nochmal. Nach dieser positiven Erfahrung war klar, so eine wird direkt bestellt und wird Edison dann in Zukunft das Leben hoffentlich erleichtern.









Tja, leider hat es im Ehrenring nicht ganz gereicht. Wir hatten ja die Hoffnung, dass eine der Varietäten das erste Mal in Hoisdorf gewinnt. Am Ende wurde es der Golden Retriever, neben dem Edison irgendwie ganz schön klein wirkte. Da wurde mir einfach mal wieder so richtig bewusst, dass die Toller eben die kleinsten Retriever sind. Nach dem Zusammenpacken einiger Klamotten – das Zelt blieb an Ort und Stelle – ging es zurück ins Hotel unter die Dusche und als Tagesabschluss noch zum Tapasessen.
Tag 2
Schon im Vorfeld gab es eine Menge Gerede über den neuen Tagestitel Speckgürtelsieger auf der ersten Doppel-SRA in Hoisdorf. Ja, es hätte sicher gefälligere Namen gegeben, aber irgendwie sind einige Leute scheinbar unserem deutschen Ruf der Humorlosigkeit fleißig nachgekommen. Denn die Beschwerden hatten leider zur Folge, dass der Titel kurzfristig doch nicht vergeben wurde. Schade um die bereits besorgten Prämien und gravierten Pokale.
Zurück an Ort und Stelle waren wir morgens sehr froh, dass das Zelt die Nacht unbeschadet überstanden hat. Ansonsten war die Reihenfolge im Ring die gleiche wie am Vortag. Richterin Pia Itkonen, ebenfalls aus Finnland stammend, war allerdings mit Ihren Entscheidungen schneller. Dementsprechend eher waren wir an der Reihe. Sie gehört übrigens zu den Richtern, die sich die Hunde sehr kritisch anschauen und vergibt auch gern mal die Formwertnote SG oder sogar G. Die Anwartschaften sind dementsprechend rar gesät und man kann sich glücklich schätzen, wenn der eigene Hund eine erhält. Möge das Richten beginnen.









Auch am zweiten Tag gab es ein V1 für Edison in der Championklasse. Und ja, er bekam sogar eine Anwartschaft, quasi der Ritterschlag der Richterin. Bester Rüde und späterer BOB wurde allerdings Buccaneer the High Spirits Toller aus der Veteranenklasse, der einfach noch mehr Energie als Edison hatte. Im Ehrenring schaffte es am Ende jedoch jemand anderes aufs Siegerpodest. Worauf wir schon am Vortag alle gehofft hatten, mit einem Curly wurde eine Varietät Best in Show. Herzlichen Glückwunsch!
Fazit
Es war heiß aber schön. Die Gesellschaft hat Spaß gemacht, die Veranstaltung war super organisiert und trotz der Hitze hatten alle Beteiligten gute Laune. Vor allem Organisator Nikolai war immer wieder zu einem Scherz aufgelegt. Wobei ich glaube, das ist sein Normalzustand. :) Definitiv eine gelungene Veranstaltung. Und nächstes Jahr dann vielleicht doch mit einem Tagestitel? Wir sind gespannt.