Ein alter Truppenübungsplatz
Am Frühstückstisch haben wir überlegt, wo wir heute mit Edison hinfahren könnten. Ich habe spontan eine Hunde-App gefunden, in der Adressen für diverse Hundespots vermerkt sind – von der Hundewiese, über tierische Einkaufsmöglichkeiten bis hin zu Hundepensionen. Für Rheine gab es zwei vielversprechende Einträge zum Spazierengehen. Der erste Spot war jedoch nichts. Wir vermuten, dass das eingezeichnete Areal, das sich in einem Wohnviertel mit Einfamilienhäusern befindet, früher als Hundewiese genutzt wurde. Das scheint dem Besitzer jedoch nicht gefallen zu haben, denn inzwischen stehen mehrere Schilder vor Ort, dass Hunde unewünscht sind. Also sind wir weiter zur zweiten Adresse, einem alten Truppenübungsplatz, gefahren. Im ersten Moment waren wir noch wegen des Schildes Militärgelände, betreten nur ausserhalb der Übungszeiten verunsichert. Dies hat sich aber glücklicherweise ganz schnell gelegt.


Dieser Tipp entpuppte sich wirklich als Glücksgriff. Auf der einen Seite ist das Gebiet wunderbar weitläufig, man kann es sehr gut überblicken, und auf der anderen Seite hat es alles, was das Hundeherz begehrt – Gras, Sand, Bäume, Schlamm, Wasserpfuhle, kleine versteckte Lichtungen und jede Menge Pfade mit vielen Laufmöglichkeiten, so dass einem nicht langweilig wird. Edison hat dementsprechend richtig Gas gegeben und konnte sich voll auspowern.








Während unserer Runde haben wir einige Pilzsammler getroffen, die von Edison ganz verzückt waren. Am Ende unserer Wanderung haben wir dann auch ein paar Spaziergänger mit ihren Hunden getroffen. Darunter war ein junger Kleiner Münsterländer, im Volksmund auch Heidewachtel genannt, mit dem Edison nach kurzer Rücksprache mit dem Hundehalter etwas spielen durfte. Leider mussten wir den Spaß früher als gewollt abbrechen, um noch einigermaßen trockem zum Auto zu kommen, da es auf einmal heftig zu regnen anfing. Hier werden wir bestimmt bald wieder herkommen.